Drohnen

Eine Drohne. Assoziation eins: Militär. Assoziation zwei: Mein Schwager, der mit einem lauten (nervigen) Ding von oben filmt, das vier Hubschrauberartige Aufbauten hat. Neue, römisch-eins Assoziation: Bienen-Männer! Drohnen nennt man nämlich die männlichen Bienen.

Sie erfüllen fast nur einen Zweck, sie begatten Bienenköniginnen. Nachdem Bienenköniginnen schlüpfen, fliegen sie aus und lassen sich von mehreren Drohnen begatten. Die Samenpakete (ich schwöre, das heißt so) die sie dabei erhält, reichen für ihr Leben lang. Weil Drohnen jetzt tatsächlich nur diese eine Aufgabe haben, sind sie auch rotkäppchenmäßig optimiert: Größere Augen, damit sie die Königinnen besser seeehen können. Ohren sind aber normal 😉

Für das Volk sind Drohnen auf Einnahmen-Ausgaben hin betrachtet ein schlechtes Geschäft, sie sammeln nämlich keinen Nektar und müssen gefüttert werden. Das ist auch der Grund, warum sie im Herbst rausgehaut werden und unsere Flugrampe wie am Bild aussieht. Die Bienen machen sich bereit für den Winter, das Volk verkleinert sich von 40.000 Bienen auf ca. 8000 und dabei werden auch gleich die Drohnen abgestoßen.

Sobald die Temperaturen dann nach dem Winter wärmer werden legt die Königin wieder Eier, um ihr Volk auf die Sommerstärke anwachsen zu lassen. Unbefruchtete Eier werden zu Drohnen, befruchtete werden Arbeiterinnen. Das Ganze ist ein bisschen hart, aber für eine erfolgreiche Überwinterung notwendig. Wer sagt immer, das Leben ist kein Ponyhof? Im Bienenstock stimmt‘s auf jeden Fall.

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